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Gesundheitspolitik. Ehrlich und transparent.

Wir greifen auf, was in den Leitmedien zu kurz kommt. Gastautoren aus aller Welt bereichern unseren Blog.

Der Operationserfolg hinkt noch erheblich nach!

27. August 2021 | Dr. med. Christian R. Etter

Im Chaos von Gemeinplätzen, Spezialtherapien und Informationen über spezielle Operationstechniken ist für viele kein Überblick mehr möglich. Am Schluss bleibt Angst und grosse Unsicherheit.

Spinasana soll Mut machen, denn unser Motto ist «Information ist das beste Mittel gegen Angst und falsche Entscheidungen». Das Ziel ist erkannt und am vitalen Bedürfnis von Spinasana besteht kein Zweifel! Dies schrieb Dr. med. Christian R. Etter bereits im Jahre 2003 in der Zeitschrift „Colonna“. Leider hat sich die Situation für die Patienten in der Zwischenzeit nicht gebessert und eine Zweitmeinung im Rahmen des Entscheidungsprozesses für eine Operation «ja, nein oder abwarten?» ist wichtiger denn je.

Fatale Bildergläubigkeit

13. August 2021 | Dr. Thomas Stoll

Eine entscheidende Ursache für die ausufernde Zahl von Rückenoperationen sind falsch interpretierte Röntgen- und Kernspinaufnahmen. Insbesondere bei der Wirbelsäule sind Verschleisserscheinungen mit Abnützung insbesondere ab 40 jährig sehr häufig und nicht unbedingt die Ursache der Beschwerden.

So kann eine ausgeprägte Veränderung symptomfrei bleiben und eine unauffällige kleine Vorwölbung starke Schmerzen verursachen. Oft sind auch augenfälligere Veränderungen an mehreren Stellen vorhanden was die Identifikation der Schmerzursache nochmals erschwert.

Für diese Aussagen sprechen gemäss The Lancet folgende wissenschaftliche Befunde:

  • 34% haben keine Symptome trotz deutlichem Bandscheibenverschleiss
  • 57% haben Symptome wegen des Bandscheibenverschleisses
  • Bei den olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro wurden bei 107 gesunden jungen Athleten ein MRI durchgeführt und dieses zeigte in 35% (37 Athleten) mässige bis ernste Verschleisserscheinungen der Bandscheibe

Das Spinasana Team meint dazu:

Die zunehmende Bildergläubigkeit ist fatal, was in erster Linie für die Wirbelsäule zutrifft. Es sollen nicht nur die Röntgenbilder operiert werden! Nur wenn der Röntgen- und MRI Befund mit dem Symptombild klar übereinstimmen, soll die Operation überhaupt in Erwägung gezogen werden dürfen. Deshalb braucht es eine Zweitmeinung, denn «mehrere Augen sehen mehr».

Renommierte Task Force ruft notfallmässig zum «call to action» auf!

8. August 2021 | Dr. med. Christian R. Etter

In einem Konsensus Dokument und 15 Publikationen in der weltberühmten Fachzeitschrift «The Lancet» rufen 68 klinisch tätige Rückenmediziner und Wissenschaftler aus 24 Ländern zu einem dringenden Handeln («call to action») zur Beherrschung des Notstandes in der Rückenmedizin auf.

«Eine Hauptaufgabe wird das Beenden schädlicher Therapien sein, während gleichzeitig der Zugang zu effektiven und kostengünstigen Therapien gesichert werden muss.»

Unter schädlichen Therapien werden die zu häufigen Operationen und Einspritzungen an der Wirbelsäule fokussiert. Auch die zu rasch angeordnete MRI Untersuchung wird kritisiert.

Das zeigt, dass sich eine Zweitmeinung – beispielsweise von Spinasana – lohnt, bevor ein Eingriff am Rücken gemacht wird.

50% der Operationen an der Wirbelsäule sind unnötig.

29. Juli 2021 | Dr. med. Christian R. Etter

Steht bei Ihnen eine Rückenoperation an? In verschiedenen Artikeln in bekannten Onlineportalen wird das Thema umfassend behandelt: Die Devise ist klar: Holen Sie sich eine neutrale Zweitmeinung. Dazu lesen Sie in diesem Blogpost mehr.

  • Der Artikel «Rücken-OP oder Zweitmeinung: Was tun bei Rückenschmerzen oder Bandscheibenvorfall?» vom Patientenmagazin zeigt einfach auf, dass sich die Hälfte der Rückenpatienten nach einer Zweitmeinung gegen die Rückenoperation entschieden haben.
  • Noch weiter in der Anzahl abzulehnender Rückenoperationen geht der Fokus-Artikel, welcher sich auf eine Studie der Techniker Krankenkasse Deutschland stützt. Eine Erhebung hat ergeben, dass sogar 85% der chirurgischen Eingriffe nicht nötig sind.
  • Gemäss «The Lancet» werden in Australien Versteifungsoperationen bei dem sogenannten unspezifischen axialen Kreuzschmerz, also bei Ausschluss von Fehlstellungen, Bruch, Tumor oder Deformität, von der Grundversicherung (Medicare) nicht mehr bezahlt. Das ein ernst zu nehmender staatlicher Eingriffe in die Rückenmedizin, welche bewusst nur sinnvolle Therapien finanziert.

Wirklich erfolgreich operieren lassen sich nur die Schmerzen, welche durch eine Einklemmung des Nervs, also des menschlichen Elektrokabels, entstehen. Diese «Elektrokabelschmerzen» lokalisieren sich im Bein oder Arm, nicht im Rücken oder Nacken.

Deshalb ist der im Vordergrund stehende Nacken- oder Kreuzschmerz nur in sehr speziellen Fällen erfolgreich operierbar! Und da in überwiegender Zahl die Nacken- und Kreuzschmerzen im Vordergrund stehen, erscheinen diese Zahlen über unangebrachte Rückenoperationen aus Sicht des Spinasana Teams durchaus nachvollziehbar. Darum empfehlen wir Ihnen, wie eingangs erwähnt, sich eine fundierte und professionelle Zweitmeinung einzuholen.

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